Neues Rathaus
Zweites In der geschichte Allensteins Rathaus, errichtet am Anfang des 20. Jh. Sitz des Stadtamtes und des Präsidenten der Stadt Allenstein. Eingetragen ins Denkmalregister in Jahre 1989.
Geschichte
Der Stadtrat hatte seit Mittelalter den Sitzim Alten Rathaus. Im Jahre 1911 hat man den Entschluss gefasst, das neue Rathausgabäude zu aufzubauen anstatt den existirenden Sitz auszubauen. Die Anlage wurde an Stelle des geschlossenen Fredhofs, im Zentrum der Oberen Vorstadt. Das Rathaus wurde vom Stadtsarchitktem Max Boldt entworfen, die Arbeiten hat sein Nachfolger an dieser Stellung Paul Christian Zeroch geführt. Die Bauarbeiten hat Albert Dylewski aus Olsztyn ausgeführt. Der grundstein wurde am 31.10.1912 eingemauert. Die Beamten begannen seit Februar 1915 ins Gebäude einzuziehen, obwohl die Ausbauarbeiten immer noch dauerten. Die Uhraugenhöhlen auf dem Turm wurden mit den Uhrschilden gedeckt, das Uhrmechanismus wurde 1923 montiert. Rathaus ist die ganze Zeit Sitz des Stadtrates, seit den polnischen Zeiten, regiert hier der Stadtspräsident.
Im Inneren sind einige Dekorationen aus der Vorkriegszeit erhalten, wie z.B. der Kopf des griechischen Soldaten oder kannelürten Säulen. Eine der Säulen ist mit den altertümlichen Motiven verzierrt.
Im Erdgeschoss, in der Nische der Vorhalle befindet sich die Komposition mit der Darstellung der Allensteiner Baudankmäler von Bolesław Wolski.
Beschreibung
Das Rathaus besteht aus drei dreistöckigen Flügel, des Turmes und des Hallennebengabäude, welches an die Westseite in den 20-er Jahre des 20. Jh zugebaut wurde. Die Giebe der Flügel sind von Voluten mit den Schneckenräder bekrönt. Das Gebäude ist verputzt, errichtet auf dem Steinsockel. Der Haupteingang befindet sich in Turm, welches vom Südflügel hervorragt. Ins Gebäude führt halbrundes, reichlich verziertes Portal. In seinem Schlußstein gibt es die Kartusche aus dem Sandstein mit dem Allensteiner Wappen, welches zur Zeit des Baus galt. Die Kompisition des Portals bilden auch Kassetten mit Rosetten und die Steinspringbrunnen in Form der bärtigen Köpfe. Über dem Portal die Terasse mit Geländer. Rechteckiges Turm mit gebrochenen Ecken ist mit dem engeren Aufbau und dem Helm in Form der Doppelleterne bekrönt. Auf de Platz vor dem Eingang gibt es die Skulptur “Mutterschaft”, 1978, von Kazimierz Zieliński.
Der längste mittlere Flüggel ist von der Ostseite mit 2 Erker verziert - auf den Reliefen wurden 4 Elemente dargestellt: Feuer, Wasser, Erde und Luft.
Die Fläche zwischen den Fenstern des Saals des Stadtrates füllen die Stauen der bürgerlichen Tugenden: Gerechtigkeit, Weisheit, Schönheit, Kraft und Fleiß.
Die süd-östliche Ecke verzierrt sogenannter russischer Erker. Die urspünglichen Reliefe von Max Krause, die den Sieg der Deutschen über Russen im 1. Weltkrieg darstellten, wurden abgetragen und durch die Kupferschirme von Bolesław Wolski ersetzt. Im mittleren teil des Flügels, im Erdgeschoß ist das Eingangsportal ins Haus des Oberbürgermeisters erhalten. An den beiden Seiten des Portals gobi es Gestalten: des Mannes mit dem buch in der Hand und der Frau mit dem Korb und Geldtasche. In der Kartusche gibt es das mit dem Hahn spielende Kind.
Im Nordflügel, wo sich damals Polizeiposten befand, gibt es: im Schlußstein den männlichen Kopf mit Bartwuchs, im Sockel: Löwenkopf.
Interessantes
- Seit 1969 die Spieluhr spielt die Hymne von Allenstein “O Warmio moja miła” (Mein liebes Ermland), komponiert von Felix Nowowiejski zu den Worten von Maria Paruszewska. Die Spieluhr aus den Jahren 1930-43 wurden für Umschmelzung für die Kriegsziele angewiesen.
- Das Rathausturm war Ort der sexuellen Exszeße des Stadtpräsidenten Czesław Jerzy Małkowski – seit dieser Zeit ist das Turm für die Besucher geschlossen.
- 1916 hat Emil Gabel aus Elbing auf seiner Radierung die Uhrlöcher mit den Scheiben maskiert, welche den jetzt vorhandenen überhaupt nicht entsprechen
- die Uhrschilde sind in den Ecken mit 12 Sternzeichen verziert


(c) Michał Węgrzycki



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