Das Turm wurde für die Bedürfnisse des modernen Wasserleitungsnetzes in Allenstein errichtet. Es wurde auf dem höchsten Punkt Allensteins der Vorkriegszeit aufgebaut und diente der Wasserversorgung der höher gelegenen Viertel der Stadt. Heutzutage befindet sich hier mit dem Planetarium verbundenes astronomisches Observatorium.

 

Geschichte

Bis zum Ende des wurde Allenstein nur in die primitive Installation ausgestattet, welche das Wasser zu ein Paar Brunnen zugeführt hatte. Den Entschluss über den Bau vom Wasserwerke hat der Bürgermeister Oskar Belian gefasst. Das Wasserleitungsnetz hat Oskar Smerker aus Mannheim entworfen und die Entwässerung – die Firma Merten & Co. aus Berlin ausgeführt, den Plan hat Robert Luckhardt seitens Stadtverwaltung genehmigt. Der Bau wurde in der Jahren 1897-99 realisiert. Die Hauptbodenbauten waren Schöpfwerk am Okull-See und Druckturm auf dem 143 m u.d.M. Hügel des Hl. Andreas.

Nach dem 2. Weltkrieg hat man hier astronomisches Observatorium veranstaltet. Die Eröffnung fand am 13. Oktober 1979 statt. Am Tag kann man die Stadtpanorama und mittels Fernrohr die Flecken auf der Sonne bewundern. An heiteren Abende kann man an den Himmelvorführungen mit Hilfe von Teleskop teilnehmen. Im Observatorium gibt es auch die Ausstellung der Meteoriten und Arbeitsraum des Zeitdienstes. Turm wurde gründlich im Jahre 2007 renoviert.

 

Architektur

Zylindisches, unverputztes Ziegelturm im neoromanischen Stil. Das Eingansportal steht im Erdgeschoss im halbrunden Bogen. Höher der Turmrumpf ist horizontal in der Hälfte mit dem Doppelgesims geteilt und ist mit den Pilaster verziert. Die Pilaster sind mit den halbrunden Arkaden verbunden, welche unter diesen Arkaden die Blenden bilden. In den Blenden befinden sich die Fenster, zugemauert und verputzt. Der obere Teil des Turms ist ein bisschen breiter, geteilt vom Rumpf mit der Arkatur und bekrönt mit Zinne. An der Spitze befindet sich das Observatorium mit der Sternwartekuppel.

 

Interessantes

In den Sammlungen des Observatoriums befinden sich die Bröcken des Mondbodens und die polnische Fahne, welche auf dem Mond war – beide Sachen kommen aus dem bemannten Flug von Apollo 13 im Jahre 1969, während dessen Neil Armstrong wurde zum ersten Menschen, welcher den Fuss auf dem Mond gestellt hat.

Astronomisches Obserwatorium Olsztyn

(c) Mariusz Błaszczak