Seweryn Pieniężny, Junior (der Sohn)
Geboren am 25. Februar in Olsztyn, Sohn von Severin – Senior und Johanna, geborene Liszewska. Die Bildung hat er in allenstein genossen/erhalten. Seit 1906 arbeitete er in der Drukerei der “Gazeta Olsztyńska” (allensteiner Zeitung), a welche er sein ganzes Leben gebunden war.
Vom Jugenalter gehörte er zu den Polenzentren wie die polnisch-katholische Gesellschaft “Eintracht” und “Einheit”. Während des 1. Wektkrieges wurde er ins Armee eingestellt und hat auf dem Front 2 Jahre als Soldat der Infanterie verbracht. 1918 hat er die Leitung von “Gazeta Olsztyńska” übernommen, welche er mit vielen Pausen erfüllt hat. Nech dem von Polen verlorenen Volksentscheid am 11. Juli 1920 hat er zusätzlich die Leitung des im Ortelsbur aufgelösten “Masur” übernommen. Er gehörte auch zu der engen Leitung des 4. Quartiers der Polen in Deutschland. Dank seinem Engagement war “Gazeta Olsztyńska” die einzige polnischsprachige Zeitschrift, welche bis zum Jahre 1939 auf dem Markt erhalten ist.
1920 hat er Kazimiera Dembińska geheiratet und hatte mit ihr den Sohn Konstanty, welchen 1942 gestorben ist und drei Töchter: Eva (verehelichte Bojarska), Maria (verehelichte Frieman) und Halina (gestorben 1945).
In der Zwischenkriegszeit wurde er mehrmals von den deutschen Behörden für die vermeintliche antideutsche Tätigkeit geurteilt. Ausser der herausgegebenen Zeitschrift hat Pienięzny die in der ermländichen Mundart geschriebene Feuilletons: “Kuba spod Wartemborka gada” (Jakob aus der Gegend von Wartembork erzählt) hinterlassen.
Am 1. September 1939 ist Gestapo in den Sitz von “Gazeta Olsztyńska” an der heute nicht mehr existierenden Mühlenstrasse einmgerückt. Die laufende Nummer wurde beschlagnahmt und Pieniężny wurde verhaftet. Bald darauf wurde er ins Konzentrazionslager in Hohenbruck in der Nähe von Königsberg transportiert. Das Gebäude der Druckerei und der Redaktion wurde demonstrativ im November 1939 abgestürzt. Seweryn Pieniężny wurde am 24. Februar in Hohenbruch erschossen. Er war eine der Personen, die die Ostpreussen nach dem verlorenen Volksentscheid nicht verlassen haben und welche die polnischen: Tradition, Kultur, Sprache und Bildungswesen auf dem Gebiet Deutschlands aufrechterhalten hat.
Ihm zu Ehren hat die ermländische Stadt Melzak den Namen Pięniężno erhalten.
1964 hat man in Olsztyn einen Gedenkstein für seweryn Pieniężny gelegt und der Sitz von “Gazeta Olsztyńska” wurde 1989-92 wiederaufgebaut.



Seweryn Pieniężny, Junior