Das Basilika des Hl. Jacob des Alten
Gotische Hallenpfarrkirche des mittelalterlichen Allenstein. Die Hauptkirche des in Olsztyn residierenden Erzbischofs von Ermland. Die Würde der Kleineren Basilika wurde im Jahre 2004 verliehen.
Geschichte
Die Kirche wurde mit der Gründung der Stadt errichtet. Am Ende des 14. Jh wurden der Korpus der Kirche und das dreistöckige Turm fertig. Im 16. Jh wurden die Gewölbe errichtet, 1596 wurde das Turm bis zum 7. Geschoss erhöht und mit dem Zeltdach mit der Laterne abgedeckt. 1721 Piotr Olchowski hat zwei Kapellen an das Turm zugebaut.
1807 haben die russischen Kriegsgefangenen, die von napoleonischen Truppen mitgebracht wurden, das Feuer angefacht. Infolge des Feuers wurde die Konstruktion der Kirche gestört/angegriffen. 1819 ist das Gewölbe über der Orgelnempora eingestürzt. Die seit vielen Jahren nicht renovierte Kirche wurde im Jahre 1864 geschlossen.
Renovierung unter der Leitung des preussischen Minister für Denkmalschutz Ferdinand von Quast fand in den Jahren 1866-68 statt. Der nächste Brand wiederholte sich 1896 – es brannte der Hauptaltar ab. In den Jahren 1898-1900 Feliks Nowowiejski war der Orgelspieler. Er hat später die Musik für Rota komponiert. Während des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche vor Vernichtung von dem Pfarrer Johannes Hanowski gerettet. Er hat auf den russischen Befehlhaber erzwungen, damit die allensteiner Kirchen weder beraubt noch angebrandt werden. Seit 1965 ist der Tempel Gruft der ermländischen Bischöfe. Es wurden hier die Bischöfe: Tomasz Wilczyński, Józef Drzazga und jan Obłąk beerdigt. Währens seines Aufenthalts am 5-6. Juni 1991, hat der papst Johannes II. die heilige Messe zelebriert. Erzpfarrkirche wurde 2004 vom Papst Johannes II. zur Würde der Kleineren Basilika gehoben. Im Präsbiterium befindet sich der Hauptaltar gemacht durch die Firma Rottermund aus Nürnberg im Jahre 1896. An den beiden Seiten befinden sich die vom Brand erhaltenen Barockfiguren der heiligen Jacob des Alteren und Andreas. Unter diesen Figuren ind den Nischen befinden sich gotische Tabernakulum mit der Reneissancemalerei des Christus…. und das Reliquiar des Heiligen Adalberts. Das Barocktaufbecken aus dem 17 Jh. aus dem schwarzen Marmor wurde aus der Taufkapelle ins Präsbiterium verlegt. Im Regenbogenbalken befindet sich das von der übernatürlichen Grösse Kruzifix, welches 1690 von Isaac Riga aus Königsberg geschnitzt wurde. Im Hauptschiff auf den Pfeilern sind die Figuren der heiligen Adalberts, Antonius von Padua, Vincent, Notburga, Johannes des Taufers, Barbara, Walenty zu sehen sowie die aus der Werkstatt von Splieth aus Elbing stammende Kanzel (1913). Auf der Empore befindet sich die 2006-2008 restaurierte Orgel Siegfried Sauers aus Hoexter. Am Ende des linken Schiffs gibt es den spätgotischen Altar der Barmherzigen Gottesmutter aus dem 16 Jh, bei den Pfeilern die Altare der Gottesmutter und der Gottesbarmherzigkeit. Am Ende des rechten Schiffs sieht man den Renaissancealtar der Kreuzigung. Uber ihm befindet siech kleines Orgelprospekt Max Terletzkys aus Königsberg. Bei dem Pfeiler ist der Altar des Hl. Joseph, an der Aussenwand gibt es den Barockaltar des Rosenkranzgottesmutter. In den Turmkapellen kann man: die Renaissanceleuchter mit dem Hirschkopf und die Gottesmutter mit Kind, die Figur des Christus, den Altar des Gottesmutter von Częstochowa, die Gedenktaffeln von Pfarrer Theodor Bensch und Jan Hanowski sowie Brustbild des Bischofs Maxymilian Keller bewundern. In der Seitenvorhalle sieht man Bild des Hl. Florian und das aus dem 16 jh. Stammende Weihbecken.
Architektur
Die Kirche ist im Gotikstil errichtet. Der Baukörper des temples besteht aus: Korpus, Turm, zwei Turmkapellen, Seitenvorhalle. Der Baukörper ist mit dem Satteldach bedeckt. Von der Seite Präsbitheriums gibt es den dekorativen Giebel mit den Pinakeln, seitens Turms gibt es Halbgiebel. Das Turm wurde im 16 Jh. Erhöht. Die Firtsabdeckung mit dem Zeltdach und mit der neogotischen Laterne stammt aus dem 19 Jh. Die Erhöhung des Turm wurde durch den Abbruch der dekorativen, grünen, glasierten Glasziegel betont. Die Turmkapellen sind mit dem Pultdach bedeckt. Die Seitenvorhalle mit dem Satteldach ist an das linke Schif angestellt.
Der Dom ist aus den drei Schiffen, sechs Jochen bestehende Halle ohne Orgelchor und ausgesondertes Präsbitherium. In der Haupthalle sieht man Netzgewölbe, in den Nebenschiffen – Kristallgewölben, in den Turmkapellen – Wiegegewölben mit Luneten, in der Sakristei - Krezugewölben. Während der Renovierung im 19 Jh wurde die Laterne des Turms augetauscht, die Vorhalle am rechten Schiff abgerochen sowie es wurden die achteckige Säulen am Rande der Fassade addiert. Der Hautpeingang befindet sich unter dem Turm – das ist spitzbogiges, gotisches Portal geschlossenes mit der Tür aus dem Jahre 2001. Die Tür stellt die Szenen aus dem Pontifikat Johannes Paul II.: die Wahl zur Papst 1978, den Besuch in Olsztyn 1991, die Bestellung des Erzbischofstum von Ermland 1992, die Offnung des Heiligen Jahres 2000. In der Türverdachung sieht man den hl. Jacob den Alteren. In den Füllungen an beiden Seiten des Portals gibt es Epitaphium Johannes Paulus II. und die Inskription Basilica Minor 2004.
Interessantes
Im Nebenschiff ist das spätgotische Gestühl erhalten – es stammt aus der nich mehr existierenden Franziskanerkirche der Hl. Kathrin in Braunsberg. Es sind nur 5 Rückenlehnen geblieben – den Rest hat unkundig die Haushälterin des Pfarrhauses der Hl. Kathrin in Braunsberg verbrannt, als sie das Mittagessen für den Pfarrer vorbreitete.
Der Altar der Gottesmutter vom Spitztor (Vilnius) besteht aus dem Gemälde Ludomir Ślendzinki`s, 1947, welches in den gotische Schrank des Altars der Hl. Kathrin von Alexandria montiert worden ist. Er wurde vom ermländichen Bischof Lukas Watzenrode, Onkel von Nicolaus Copernicus, gestiftet und konsekriert.
Am 23. Juli 1635 hat die Kirche während seiner Reise der polnische König Vladislavus IV. aufgesucht. Er ist Olsztyn von Guttstadt nach Olsztynek durchgereist.
Auf dem Altar in der Kapelle der Ewigen Anbetung ist die Figur der Gottesmutter mit dem Kind von den selten dargestellten Gestalten des Hl. Kanut und der Hl. Kathrin von Schweden eingeschlossen.
Der originalle Deckel des barocken Taufbeckens wurde zerschlagen. Hautzutage der hölzerne deckle aus dem 20. Jh imitiert den alten Marmordeckel.
Legende
In der Turmkapelle befindet sich das Leuchter aus dem Hirschgeweih. Die Legende verköndet, dass im 16. Jh hat der Schlossburggraf eine Jagd am Langsee geordnet. Ein scheu gewordener Hirsch gelangte in die Stadt, streifte ein Paar Strassen durch, life in die Kirche herein und fiel tot in der Mitte des Hauptschiffes um. Zum Andenken dieses Ereignises wurde dieser Leuchter angefertigt.
Bei dem Haupteingang sieht man zahlreiche runden Vertiefungen zu sehen. Das sind die Rückstände des Brauch der Feueranzündung am Karsamstag (die Liturgie des Lichtes). Die Legende sagt aber, dass das sind die Löcher von den Sünder gebohrt als die Busse aufgegeben im Beichtstuhl. Die Löcher wurden damit gebohrt, womit man gesündet hatte.
Praktische Informationen
Parkplaztz für die Busse, 400 m, an Nowowiejski-Strasse
die Besichtigung des Doms gebührfrei
Das Besichtigungsverbot während des Gottesdienstes und anderen Kirchenfeier
die Besichtugungszeit ca. 30 Min.


(c) Karolina Łachacz



Das Basilika des Hl. Jacob des Alten